5. Einen neuen Blick auf Ihre Klasse werfen
Die Sicht auf eine Klasse, die man bereits länger unterrichtet, ist von den bisherigen Erfahrungen geprägt und Routinen haben sich eingespielt.
Um Veränderungen im Klassengefüge wahrzunehmen, ist es deshalb nicht schlecht, immer wieder einen gedanklichen Neustart zu machen: Betreten Sie die Klasse, als würden Sie dies zum ersten Mal tun und nehmen Sie das Verhalten der Schüler bewusst und offen war. Was fällt Ihnen auf? Versuchen Sie es nicht gleich zu bewerten. Nach der Stunde können Sie überlegen, ob sich aus den Beobachtungen evtl. Ideen für Veränderungen ergeben, die Verbesserungen versprechen.
6. Kleine Körper-Achtsamkeitsübungen in den Unterricht integrieren
Achtsamkeit ist nicht nur etwas für Erwachsene! Um Ihre Schüler einzubinden, können Sie kleine Körper-Achtsamkeitsübungen in den Unterricht einbauen, wenn Sie merken, dass die Schüler eine Pause brauchen oder um Ihnen vor Klassenarbeiten Ruhe zu vermitteln.
In dem Buch "Achtsamkeitstraining für Kinder" von Norbert Fessler und Michaela Knoll finden Sie viele für Kinder geeignete Übungen.
Ein Beispiel: Die Kinder sollen zunächst jeden Finger nacheinander mehrmals mit der anderen Hand leicht drücken und sich auf das, was sie spüren konzentrieren. Danach massieren sie mit Daumen die Handfläche der anderen Hand mit kreisenden Bewegungen.
Sie profitieren natürlich auch von den Übungen und den entspannten Schülern :)
7. Gehmeditation auf dem Schulflur
Im Laufe eines Schultags legen Sie etliche Meter auf den Fluren Ihrer Schule zurück. Diese Strecken können Sie nutzen, um kurze Gehmeditationen in Ihren Alltag zu integrieren, um auf dem Weg in eine neue Klasse abzuschalten und sich zu entspannen. Kleine Voraussetzung: Sie sollten flache, möglichst bequeme Schuhe anhaben.
Müssen Sie den Klassenraum wechseln oder ins Lehrerzimmer, legen Sie den Weg achtsam zurück, d.h. Sie konzentrieren sich ganz auf Ihre Atmung und das Gehen. Damit es auch in der trubeligen Schule klappt, üben Sie am besten bei Spaziergängen in ruhiger Umgebung.
Atmen Sie gleichmässig ein und aus. Gehen Sie z. B. bei jedem Einatmen zwei oder drei Schritte und ebenso beim Ausatmen. Spüren Sie, wie sich Ihr Fuss über Ferse, Mittelfuss, Fussballen und Zehen abrollt. Wenn Ihnen danach ist, lächeln Sie dabei.
Weitere Übungen zum Herunterkommen im stressigen Schulalltag finden Sie im Buch „Cool down. Entspannungs- und Konzentrationsübungen im Schulalltag“ von Doris Stöhr-Mäschl.