Willst du mein Book Buddy sein? – Das Konzept
Durch das Book Buddy-Projekt können auch diese Kinder erreicht werden.
Haben Sie vielleicht selbst Interesse, Lesepatenschaften zwischen Ihren Schülerinnen und Schülern und Kindergartenkindern anzuregen?
Mit einem Kindergarten in der näheren Umgebung ist die Umsetzung gar nicht schwer – Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sind vom Spass und den Vorteilen, die das Projekt mit sich bringt, in der Regel schnell überzeugt und begeistert :)
1. Kontakte knüpfen:
Zwischen Primarschulen und Kindergärten bestehen durch Einführungs- und Vorbereitungsveranstaltungen für künftige Erstklässler ja in der Regel bereits Kontakte, die Sie für einen ersten Informationsaustausch über das Konzept nutzen können.
Das Projekt kann beispielsweise durch eine Auftaktveranstaltung des Kreiselternrats gleich an mehreren Schulen und Kindergärten ins Leben gerufen werden.
Die wichtigste Voraussetzung für die Umsetzung ist die Nähe zur Partnereinrichtung, so dass die Kinder sie möglichst schnell erreichen können.
2. Leseort finden:
Am unkompliziertesten ist es natürlich, wenn die Bücherkumpels sich in den Räumen des Kindergartens oder der Schule treffen können. Im Kindergarten finden sich oft gemütlichere Leseecken – wobei auch viele Schulen inzwischen mit Rückzugsräumen, Schulbüchereien oder Leseecken im Klassenzimmer ausgestattet sind.
Auch das straffere Zeitprogramm der Schülerinnen und Schüler spricht für einen Treffpunkt in der Schule. Wenn es sich anbietet, können z. B. auch Stadtbüchereien prima Vorleseorte sein, da sich die Book Buddies hier gleich neuen Lesestoff besorgen können.
3. Teilnehmer:
Die Vorleserinnen und Vorleser sollten im dritten oder vierten Schuljahr sein, die Zuhörerinnen und Zuhörer am besten künftige Erstklässler. Bei Drittklässlern besteht zudem der Vorteil, dass sie ihre ehemaligen Bücherkumpels in deren ersten Schuljahr noch als Schulpaten unterstützen und ihnen die Umstellung erleichtern können.
4. Wie oft treffen sich die Book Buddies:
Es bietet sich an, die Treffen zu einem festen Zeitpunkt und Tag einmal pro Woche, alle zwei Wochen oder einmal pro Monat stattfinden zu lassen.
5. Eltern informieren:
Bevor es losgeht können Sie die Eltern im Rahmen eines Elternabends und eines Elternbriefs über das Projekt, die Ziele, Veranstaltungsort und -zeit informieren. Die Eltern dürfen ihre Kinder gern bei der Auswahl der Bücher unterstützen und als Zuhörer für Vorleseproben bereitstehen.
6. Kinder für das Projekt begeistern:
Für die Kindergartenkinder ist das Projekt neu, aufregend und wird deshalb schnell begeistert angenommen.
Für Schulkinder, die noch weniger geübt im Lesen sind, ist es aber auch eine Herausforderung. Nachdem Sie das Projekt vorgestellt haben, können Sie Ihren Schülerinnen und Schülern beispielsweise in einem Gesprächskreis die Möglichkeit geben, Fragen oder auch Vorbehalte zu äussern und versuchen, gemeinsam Lösungen zu finden.
Vielleicht möchten sich die leseschwächeren Kinder zunächst zusammentun und „ihren“ Bücherkumpels gemeinsam vorlesen – so müssen erstmal nur kleinere Passagen geübt werden. Jede Steigerung – und die kommt durch das Training bestimmt – ist dann ein grosser Erfolg und gut fürs Selbstbewusstsein der Kinder!