Faszination-Klettern
Klettern macht nicht nur physisch, sondern auch psychisch stark. Durch das Erklimmen der Kletterwände werden Geschicklichkeit, Körperbeherrschung, Kraft und Konzentration gefördert. Zu anfangs müssen Ängste vor der Höhe oder mangelndes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten überwunden werden.
Es muss aber nicht gleich ein Überhang sein: Die verschiedenen Schwierigkeitsgrade der Kletterrouten machen es jedem möglich, erste Erfolge zu erzielen, die zu neuen Herausforderungen motivieren.
Jede bewältigte Schlüsselstelle und das Erreichen des Ziels schafft neues Selbstbewusstsein und immer wieder Hochgefühle. Dabei ist die volle Konzentration gefordert; der Alltagsstress muss aussen vor bleiben. Klettern bewirkt gewissermassen Entspannung durch Anspannung.
Bouldern in der Schule – die risikoarme Alternative
Die Frage, ob sich Klettern als Schulsport eignet, kann daher eigentlich nur mit „ja“ beantwortet werden. Allerdings birgt Klettern auch ein Verletzungsrisiko, die Ausrüstung ist teuer, geeignete schulnahe Kletterwände sind oft rar und Schulungen für Aufsichtspersonen sind notwendig.
An Schulen wird Klettern deshalb trotz aller Vorteile eher selten angeboten, obwohl das Angebot langsam zunimmt.
Eine Alternative für Kletterwände, die nur mit Sicherung bestiegen werden können, bietet das Bouldern (engl. boulder: Felsblock). Hier wird an kleinen Felsblöcken oder künstlichen Kletterwänden in Absprunghöhe seil-frei geklettert.