Dazu eignet sich in erster Linie Literatur, für die sich Jungen begeistern können. Besonders beliebt sind spannende, aktionsgeladene, gruslige und humorvolle Bücher mit männlichen Helden (oder Antihelden, wie im Fall von „Gregs Tagebuch“).
Die Bücher sollten gleich von der ersten Seite an spannend und temporeich sein. So dass sie nur schwer aus der Hand gelegt werden können :)
Jungs fühlen sich in den Genres Abenteuer, Fantasy, Krimi, Sport und Science-Fiction wohl. Auch Comics stehen hoch im Kurs. Möglicherweise vorhandenen Dünkel gegenüber den mehr bild- als textreichen Heftchen sollten Sie über Bord werfen. Comics sind eine wunderbare „Leseeinstiegsdroge“. An der Realität orientierte Gesellschaftsromane, Geschichten über Beziehungen, Probleme und Liebe, wie sie in der Schule häufig gelesen werden, sind für viele Jungs uninteressant – ganz anders als für Mädchen.
Für Jungs sind Geschichten, die sie selbst beeinflussen können, besonders motivierend: In diesen Büchern muss nach einem Abschnitt eine Entscheidung getroffen werden, wie die Geschichte weitergehen soll.
So werden Bücher noch interessanter
Der Weg zum Buch kann gerade bei Jungen auch über andere Medien wie Film, Fernsehen oder Video- und Computerspiele gelingen. Die zahlreichen Buchadaptionen machen es möglich. Einmal gesehen oder gespielt, steigt das Interesse für die Handlung und die Charaktere – die Motivation zum Buch zu greifen wird höher. Das Gleiche gilt für Bücher zum Lieblingssport oder Biographien von Sportlern und anderen Idolen.
Auf der Seite „Boys & Books“ finden Sie zahlreiche Buchempfehlungen für Jungen zwischen 6 und 18 Jahren – sortiert nach Altersempfehlungen oder Genres.
Möglicherweise können Sie sogar Buchinhalte fächerübergreifend thematisieren: Werden in den Geschichten z.B. Fussballtricks beschrieben, können diese im Sportunterricht selbst ausprobiert werden oder es ergeben sich Parallelen zum naturwissenschaftlichen Unterricht, Geographie, Religion oder Musik. Hintergründe zu den Büchern werden in Sachbüchern oder über das Internet recherchiert.
Das Nachempfinden der Handlung in Rollenspielen und die Suche nach wissenschaftlichen Belegen und den Hintergründen macht das Buch gerade für Jungen noch interessanter.
Von der Einbeziehung verschiedener Medien wie Zeitschrift, Zeitung, Comic, Sachbuch, E-Book, Songtext oder Internetartikel und anderen Themen (Sport, Action, Technik, Weltraum) profitieren aber nicht nur die Jungs! Auch Mädchen, die sonst eher zu fiktionaler Literatur greifen, kommt der Kontakt zu anderen Textformen zugute.